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Die Katze und ihre Ernährung
 
Das Gebiss der Katze hat 30 Zähne und ein Diastema, welches es ermöglicht, dass die Eckzähne beim Schliessen des Maules aneinander vorbeikommen.
Die langen, dolchartigen Eckzähne dienen zum Packen, Festhalten und töten der Beute, die Reisszähne zum Abreissen von Fleischstücken, welche von der Katze ohne weiter zu kauen, verschluckt werden.
 
Julia und MaikyHaus-Katzen sind fast ausschliesslich Fleischfresser. Sie sind darauf spezialisiert, der Beute aufzulauern oder sie anzuschleichen, um sie mit wenigen Sätzen oder einem kurzen Sprint zu fangen. Katzen fressen frisch gefangene Beute und nur in Ermangelung Besserem ganz selten Aas.
 
Typisch für Fleischfresser sind ihre kräftigen Kiefermuskeln sowie die scharfen Zähne. Mit den stark ausgebildeten Reisszähnen können Fleisch und kleine Knochen zerkleinert werden.
Die Eckzähne dienen auch der Fellpflege. In den nach hinten gerichteten, stark verhornten Zunganpapillen auf der Zunge verfangen sich beim putzen die losen Haare.
 
Der Magen-Darm-Trakt der Katze ist säugertypisch. Der Magen ist einhöhlig und der Blinddarm 2-4 cm lang. Einen Wurmfortsatz gibt es nicht. Der Grimmdarf ist in Form eines einfachen, nach hinten offenen U angelegt.
 
Katzen werden als Fleischfresser bezeichnet, für sie sind fleischliche Proteine der wichtigsste Nahrungsbestandteil. In kleinen Mengen benötigen sie durch Erhitzen und Vorverdauen aufgeschlossenen pflanzliche Nahrung, was in der freien Natur durch den Verzehr von Gräsern und dem Darminhalt des Beutetieres geschieht.
 Titus
Handelsübliche Katzenfutter enthalten zwar unter vielen anderen solche Nährstoffe, leider aber auch auf Dauer schädliche Zusatzstoffe. Diese dienen in erster Linie der Verkaufsstrategie (Marketing) und haben mit der Ernährung der Katze null und nichts zu tun. Ein Beispiel ist der Zuckeranteil (karamellisierte Einmischung). Dieser lässt das Produkt für den KatzenHALTER optisch und geruchlich „anmächelig“ erscheinen. Ohne diese Einmischung wäre das Futter grau.
Für die Tiere hat dies Auswirkungen: Fettleibigkeit (Adipositas), Diabetes mellitus, FORL).
Die zunehmende Verbreitung von Fastfood (Fertigfutter) hat einerseits zu verlängerter Lebensdauer des Tieres geführt, gleichzeitig aber auch zum immer Kränkeren.
Für die längere Lebensdauer sind sicher essentielle Nahrungsbestandteile (Taurin, Arginin, Lysin, Methionin, Castein, Nicotinsäure) mit verantwortlich da sie zugesetzt werden.
 
In letzter Zeit gewinnt das sogenannte Barfen (biologisch artgeretes rohes Futter) an Bedeutung. Hier muss darauf geachtet werden, dass genügend essentielle Nahrungsbestandteile zur Verfügung stehen, damit die Katze das bekommt was ihr ein langes und gesundes Leben beschert. Der Beizug einer kompetenten, ernährungsphysiologisch geschulten, tierheilkundigen Beratung ist zu empfehlen. Fragen Sie nach der Ausbildung der Person und der beruflichen Erfahrung!
 
Katzen trinken (wenn sie irgend können) nicht dort wo sie fressen. Die Wasserstelle befindet sich nicht neben der Beute. Die meisten Katzen haben dieses Verhalten ihrer Urahnen beibehalten und trinken nur neben dem Futternapf wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt.
Dann doch lieber aus der Toilette ihres Menschen, die Ertrinkungsgefahr können sie nicht abschätzen. Oder aus der Giesskanne – es ist ihnen dabei egal, ob Dünger drin ist oder nicht.
Also Wasserstellen immer getrennt vom Futternapf anbieten.
 
TulliusVieles, was für uns Menschen kein Problem oder unbedenklich ist, ist für Katzen im günstigsten Fall unverträglich oder gar giftig. Katzen knabbern gerne an Grünzeug um die beim Putzen verschluckten Haare wieder loszuwerden. Leider sind viele der gängigen Pflanzen für sie hochgiftig. Um einige zu nennen: Dieffenbachie, Efeu, Weihnachtsstern, Amaryllis, Alpenfeilchen, Begonie, Oleander usw. Die Aufzählung ist nicht abschliessend.
Auch die Bereitstellung von Katzengras kann die Katze nicht garantiert davon abhalten, sich an Zimmerpflanzen gütlich zu tun.

 
Fleischfresser (Karnivoren) sind Tiere, die sich hauptsächlich von Fleisch ernähren.
Pflanzenfresser (Herbivoren) verzehren vorwiegend pflanzliche Kost.
Omnivoren, so der Mensch, haben einen gemischten Menueplan.
Aasfresser zeigen keinen klaren Unterschied zu Fleischfressern.
 
Bei den Fleischfressern gibt es die verschiedensten Gattungen die dazugehören: Raubtiere, Vogelarten, Spinnentiere, Skorpione. Auch zahlreiche Insekten zählen zu den Fleischfressern, ebenso gibt es Pflanzen welche sich von Fleisch ernähren.
 Mausi
Das Gebiss eines jeden Lebewesens ist an dessen Ernährungsform angepasst. Fleischfresser haben typischerweise Fang- und Reisszähne, Pflanzenfresser wie Kühe haben weder Fang- noch Reisszähne (und trotzdem wurde ihnen Fleisch in Form von Tiermehlen gefüttert bis sie irr wurden – BSE). Kühe haben dafür starke Mahlzähne.
Das Gebiss des Allesfressers ist für die Verarbeitung von Pflanezn und Fleisch geeignet. Es hat Reiss-, Schneide- und Mahlzähne.
 
Auch der Magen und der Darm sind an die jeweilige Ernährungsform angepasst. Dabei gilt ein Verhältnis von Darmlänge zu Körpergrösse als wesentliches Unterscheidungskriterium.
Nach dieser Relation haben
-          Fleischfresser = kurzer Darm
-          Pflanzenfresser = langer Darm
 
Verhältnis Körper- zu Darmlänge:
-         Katze 1:3
-          Hund 1:5
-          Mensch 1:6
-          Schaf 1:24
 
Dies hat verschiedene Gründe. Fleisch geht bei der Verdauung leicht in Fäulnis über wenn es zu lange im Darm liegt. Damit die dabei entstehenden Fäulnissäfte den Körper nicht belasten können, haben Fleischfresser einen kurzen Darm. Somit verweilt der Darminhalt nicht zu lange im Körper. Ein Wolf hat einen etwa 7 Meter langen Darm.
 
Pflanzenmaterial dagegen muss lange im Darm bleiben damit die robusten Zellwände verdaut werden können. Ein Hausrind verfügt, neben 4 Mägen, über einen Darm von 33 – 63 Meter Länge, was ein Verhältnis von 1:21 gibt.
 
Im Vergleich: Der Mensch als Allesfresser nimmt auch hier mit einer Gesamtdarmlänge von 7 -9 Metern eine Zwischenstellung ein. Sein Darm ist darauf ausgelegt sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung werwerten zu können.
 
Somit ist es klar und logisch, dass die Katze als reiner Fleischfresser einzustufen ist. Auch der Hund benötigt in erster Linie Fleisch, kann jedoch bis zu einem gewissen Grad auch pflanzliche Kost (Getreide, Gemüse, Obst) verwerten.
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